Jasmin Schmid

Festlicher Gottesdienst mit Installation von zwei Pfarrern

Installation 26.02.2017 045<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-muenchwilen-eschlikon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>4971</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Am Sonntag, den 26. Februar 2017, hatte die Evangelische Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon gleich zwei Mal Grund zum Feiern. Im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes wurden die beiden Pfarrer David Lerch und Uwe John eingesetzt. Seit dem achtzigjährigen Bestehen der beiden Kirchen war das eine Premiere in der Geschichte, dass zwei Pfarrer am selben Tag eingesetzt wurden.
Jasmin Schmid,
In der Kirche Eschlikon war alles bereit für diesen grossen Tag. Die Dekanin Esther Walch begrüsste die zahlreichen Besucher herzlich zu diesem freudigen Anlass. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Gossau Gospelchoir. Eine stimmgewaltige Formation, die mit ansteckender Freude und bewegenden Rythmen die Zuhörer berührte und mitriss.

Esther Walch erklärte den Kirchbürgern, warum es eine Einsetzung brauche. Es sei wie bei einem Hausbau, bei dem der Sanitär-Installateur die verschiedenen Rohre zusammenfügen müsse, damit das Wasser im Haus fliesse. Genau so sollen auch die verschiedenen Teile einer Gemeinde verbunden werden, die Pfarrpersonen, die Kirchenvorsteherschaft und auch die Kirchbürger. Nur so könne eine Kirchgemeinde wachsen und gedeihen, wenn sich diese drei wichtigen Körperteile verbinden, ergänzen und unterstützen würden. Wichtig sei zu bedenken, dass auch Pfarrpersonen nur Menschen mit Stärken, Schwächen und Grenzen seien.

Die Kirchenvorsteherschaft nahm das Lied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ als Motto, das sie den beiden Pfarrern Strophe um Strophe vorlasen. Als Geschenk übergaben sie den beiden ein Schiff und einen Leuchtturm, passend zum Lied. Die symbolische Aussage der Geschenke war klar. Es war die Bitte, das Schiff das sich Gemeinde nennt sicher zu führen und zu leiten, mit Gott als Leuchtturm.

Die beiden Pfarrpersonen, David Lerch von Wallenwil, der seit Sommer 2014 als Pfarrer in Eschlikon tätig ist und Uwe John, der seit Sommer 2016 in Münchwilen als Pfarrer amtet, nahmen die Geschenke dankend und an und stiegen in eine Dialogpredigt ein.
Die Dialogpredigt sei auch für sie neu und sie seien ebenso gespannt über deren Verlauf, wie ihre Zuhörer. Ausgehend vom Epheserbrief 2, 8-10 debattierten die beiden in einem offenen Dialog darüber, was denn Sünde sei, dieses verpönte Wort und was es brauche, um Gott zu gefallen. Sünde sei eigentlich nichts anderes, als eine Zielverfehlung des Menschen, wenn er Gottes Ziel für sein Leben verfehle. Sünde schade immer dem Menschen, Mitmenschen und mindere die Lebenskraft. Aber auch mit guten Werken allein, sei es nicht getan. Doch die gute Nachricht sei, dass wir uns im christlichen Glauben nichts verdienen müssten, sondern alles ein Geschenk sei. Ihr Fazit war: Gute Werke tun wir nicht um in den Himmel zu kommen, sondern weil uns der Himmel geschenkt ist, tun wir sie aus Freude und Dankbarkeit.

Anschliessend an den Gottesdienst waren alle Besucher und Gäste zu einem Apéro riche im Schulhaus Bächelacker eingeladen, wo auch etliche Grussworte von politischen, wie kirchlichen Amtsträgern an die beiden frisch eingesetzten Pfarrer und die Gemeinde gerichtet wurden.

Bereitgestellt: 06.03.2017     Besuche: 11 Monat 
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