Jasmin Schmid

Frauezmorge

Wenn's kracht oder Konflikte als Wachstumschancen
Sie genossen es sichtlich, die rund 45 Frauen, die sich am letzten Samstagmorgen zum gemeinsamen „Frauezmorge“ versammelten. Nach zwei Jahren Verzicht auf ein Frühstücksbuffett infolge Corona, war es für alle eine grosse Freude, sich endlich wieder einmal im gewohnten Rahmen und ganz ohne Einschränkungen zu treffen.

Musikalisch umrahmt wurde der Morgen von Erika Meier, die die Frauen mit ihren Querflötenklängen zu den Disney-Film-Melodien „The Beauty and the Beast, Arielle und Lion King verzauberte und in eine andere Welt versetzte.
Anschliessend referierte Karin Härry zum Thema „Konflikte“. Auf unterhaltsame Art und Weise sprach sie die Zuhörerinnen an und vermittelte interessantes Fachwissen zum Thema, das sie mit persönlichen oder auch Fall-Beispielen ergänzte. Eindrücklich waren die Tierbilder, die sie sinnbildlich zu den menschlichen Reaktionen in Konflikten aufführte: Die Schildkröte, die den Kopf einzieht und den Konflikt ignoriert, das Stinktier, das austeilt und seinen Duft oder Mist rundherum verteilt oder der Falke, der gezielt einen Sinkflug macht und dann angreift, um zu verletzen. Eindrücklich auch der Pfau, der mit seinem Rad, das er schlägt ablenken will. Karin Härry ermutigte die Frauen, in Konflikten bei sich hinzuschauen und mit sich und dem Gegenüber ehrlich zu sein und nach Lösungen zu suchen. Wichtig sei aber das Dranbleiben und nicht locker zu lassen, bis Konflikte besprochen und bereinigt seien. Den christlichen Glauben erwähnte sie als kraftvolle Ressource. Sie ermutigte die Frauen, in Konfliktsituationen im Gebet vor Gott zu kommen. Häufig gebe es eine neue Sicht auf das Gegenüber und auch auf sich selber. Vieles werde im Gespräch mit Gott nur sortiert und verarbeitet. Zum Schluss ermutigte sie die Frauen, wenn immer möglich Friedensstifterinnen zu sein in dieser Welt, die es so sehr braucht.

Edith Rohrer Hess
Bereitgestellt: 12.05.2022     Besuche: 38 Monat 
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