Ein bewegender Abschluss
Pfarrerin Susanne Gröger verabschiedet sich von der Kirchgemeinde
Annemarie Gutknecht,
Ein bewegender Abschluss und neuer Aufbruch
Am Sonntag, 23. August 2026 feierte die Kirchgemeinde einen Gottesdienst, der lange in Erinnerung bleiben wird. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher, darunter viele Familien mit Kindern sowie geladene Gäste der Kantonalkirche und der Allianz, füllten die Kirche und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung.
Wir bauen gemeinsam auf festem Fundament
Der Predigttext aus dem 1. Korintherbrief (Kapitel 3, Verse 9-17) trug eine zeitlose und ermutigende Botschaft: Paulus hatte einst die Gemeinde in Korinth gegründet und mit engagierten Menschen den Bau begonnen. Andere haben nach seinem Weggang weitergebaut – und so ist es auch bei uns.
Das Fundament ist gelegt: Jesus Christus – er ist immer da. Doch wie wir bauen, das liegt an uns: Welche Materialien wählen wir? Bauen wir mit ganzem Herzen? Welche Haltung bringen wir mit?
Gott prüft unser Handeln – nicht um uns zu entmutigen, sondern weil er das tragende Fundament bleibt, auch wenn wir scheitern sollten. Die beiden Sprüche in der Kirche in Münchwilen verdeutlichen dies tröstend:
«Christus spricht: Kommt alle zu mir, ihr Mühseligen und Beladenen, ich will euch erquicken.»
«Im Himmel wird Freude sein über einen Sünder, der umkehrt, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen.»
Beide Worte sind eine Einladung uns jederzeit neu auf Jesus auszurichten - zu ihm zurückzukehren.
Für Pfarrerin Susanne Gröger ist der Platz zwischen Kreuz und Osterkerze einer der schönsten in der Kirche Münchwilen: Der Ort zwischen Hingabe, Erlösung und Auferstehungshoffnung.
Dankbarkeit für das Wirken von Pfarrerin Susanne Gröger
Nach der Predigt kamen verschiedene Stimmen zu Wort, die eindrücklich zeigten, wie beliebt unsere Pfarrerin war. Alle bringen zum Ausdruck, dass sehr viele Menschen Pfarrerin Susanne Gröger nur ungern ziehen lassen und sie sehr vermissen werden.
Daniel Stahl, der Präsident, betonte Fundament und Vergebung als tragende Pfeiler jeglichen Wirkens in der Gemeindearbeit. Er knüpft an die Predigt: Pfarrerin Susanne Gröger wird an einem anderen Ort weiterbauen an der Gemeinde Christi.
Remo Rüegg unser Sozialdiakon, brachte das Bedauern mit ganz persönlichen Worten zum Ausdruck und würdigte, was er und andere an ihr schätzen: ihre Echtheit, das vertrauensvolle Miteinander, ihre Begabung in der Seelsorge, ihr unermüdliches Engagement, ihre Fähigkeit, Menschen wahrzunehmen, Hürden zu überspringen und verbindend zu wirken – zwischen Generationen, in den Dörfern, in der Allianz und in der Ökumene.
Ruedi Kündig, Vertreter der Allianz Hinterthurgau, hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit Freikirchen Pfarrerin Susanne Gröger vom ersten Tag an ein echtes Herzensanliegen war. Mit einem treffenden Bild schloss er seine Worte: Auch wenn sie nun in eine Gemeinde nach Deutschland zieht - Pfarrerin Susanne Gröger gehört fest zu uns, zum Reich Gottes, das die ganze Welt umspannt.
Paul Wellauer, Vertreter des Thurgauer Kirchenrates dankte für den engagierten und gewissenhaften Einsatz von Pfarrerin Susanne Gröger für die Menschen der Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon. Er ist überzeugt, dass ihr Engagement sichtbare und wertvolle Spuren hinterlassen wird. Weiter hob er hervor, wie wichtig es ist, Fragen zu stellen und Unklarheiten zu klären – auch wenn dies manchmal Recherche und Geduld erfordert. Eine Tugend, die unsere Pfarrerin stets vorgelebt hat.
Zum Abschluss überreichte Remo Rüegg ein besonderes Geschenk: Neben Nützlichem für ihre kommenden Aufgaben auch eine Schatztruhe voller Karten und Briefe von Menschen, die Pfarrerin Susanne Gröger in dankbarer Erinnerung behalten werden und ihr Ermutigendes für den neuen Weg mitgeben möchten.
Mit dem Segenszuspruch durch Edith Rohrer Hess, Diakonin fand dieser Teil der Verabschiedung seinen würdigenden Abschluss.
Zum Ausklang
Beim Ausgangsspiel der Orgel verliessen die Schülerinnen und Schüler der Unterrichtsklassen gemeinsam mit ihren Katechetinnen die Kirche.
Und dann - ein unvergesslicher Moment: die Besucherinnen und Besucher schritten beim Verlassen der Kirche durch ein festliches Rosenspalier. Ein Bild, das bleibt.
Beim anschliessenden Apéro wurde die Gemeinschaft freudig und herzlich gelebt: Gelegenheit sich persönlich von Pfarrerin Susanne Gröger zu verabschieden und mit anderen Menschen Erlebtes zu teilen.
Wir sind dankbar für alles, was Pfarrerin Susanne Gröger in unsere Gemeinde eingebracht hat. Wir bedauern ihren Weggang von Herzen – und wir wissen: Das Fundament trägt weiter. Jesus Christus bleibt. Alle sind wir eingeladen, mutig und engagiert an der Kirche Christi weiterzubauen – mit ganzem Herzen, hier in der Kirchgemeinde Münchwilen-Eschlikon und dort in der Kirchgemeinde in Deutschland.